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Die Gründung der SED und der DDR

 

1945 wurde von den Siegermächten auf der Potsdamer Konferenz eine Demokratisierung Deutschlands beschlossen. Die Deutschen sollte sich durch Wahlen am politischen Leben beteiligen können. Dafür sollten nach und nach politische Parteien zugelassen werden. Die Sowjetunion sorgte dafür, dass die Dominanz einer kommunistischen Partei in ihrer Besatzungszone garantiert war. Dazu hatte sie schon vor der Kapitulation Hitlerdeutschlands Anfang Mai 1945 eine Gruppe deutscher Exilkommunisten unter Leitung des früheren kommunistischen Reichstagsabgeordneten Walter Ulbricht aus Moskau nach Berlin eingeflogen. Ulbricht gab die Losung aus: „Es muss demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand haben.“ Die Schlüsselpositionen in den Landes- und Zentralverwaltungen wurden mit KPD-Funktionären besetzt. Die Sowjetische Militärverwaltung ließ in ihrer Besatzungszone schon vor Beginn der Potsdamer Konferenz die politischen Parteien KPD, SPD, CDU und die liberale LDPD zu. Diese mussten sich zur Einheitsfront der antifaschistisch-demokratischen Parteien, kurz Antifa-Block zusammenschließen.In der Bevölkerung wurde die KPD als Handlanger der sowjetischen Besatzungsmacht wahrgenommen. Sie wurde deshalb verantwortlich gemacht für Demontage und Lebensmittelknappheit.Es war klar, dass die SPD die mächtigste Konkurrentin der KPD war. In dem Propagandafilm „Einheit SPD-KPD“ von 1946 wurde die sogenannte „freiwillige“ Vereinigung von SPD und KPD propagiert.Die West-SPD unter Kurt Schumacher versuchte dies zu verhindern.In der SPD der sowjetischen Zone gab es zunächst ebenfalls große Widerstände gegen eine Fusion.Aber es kam anders. Die von der sowjetischen Besatzungsmacht unterstützte KPD drückte seit Anfang 1946 auf Landesebene einen Zusammenschluss von KPD und SPD durch. Mit Druck und Überredung wurden der Vorsitzende der Ost-SPD Otto Grotewohl und der gesamte Vorstand dahin gebracht, der Vereinigung zuzustimmenAm 21. und 22. April 1946 fand im Berliner Admiralspalast der Vereinigungsparteitag statt. KPD und SPD schlossen sich in der sowjetischen Zone zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands SED zusammen. Der erste Test am 20. Oktober 1946 bei den ersten Kreis- und Landtagswahlen fiel für die SED negativ aus. Hier die Wahl im noch ungeteilten Berlin unter Aufsicht alliierter Wahlbeobachter. CDU und LDPD erhielten trotz Benachteiligung durch die sowjetische Militärregierung mehr als die Hälfte der Stimmen. In Berlin durfte die SPD noch kandidieren und wurde sehr stark. Die SED wurde nur drittstärkste Partei. Trotz dieser Niederlage besetzte die sowjetische Militärregierung wichtige Positionen mit SED-Funktionären. Die anderen Parteien wurden in der Einheitsfront diszipliniert und immer weiter zurückgedrängt. Das Politbüro unter Ulbricht bestimmte die Richtung der SED.Ulbricht verkündete 1952 in einer Rede die mit der Sowjetunion abgesprochene Richtung und Strategie der SED.

Länge: 00:08:01 | O-Ton: ja | Farbe: ja | Jahr: 1945-1949 | Clip-ID: GruendungSED_DDR_HV

 

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