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Bau der Berliner Mauer. 13. August 1961

 

Seit Gründung der DDR hatten Millionen DDR-Bürger den Staat verlassen.Im Sommer 1961 schwoll der Strom von Flüchtlingen aus der DDR stark an. Die innerdeutsche Grenze war schon abgeriegelt, aber von Ost-Berlin konnte jeder fast ungehindert in die West-Sektoren gehen. Seit Juni 1961 waren es täglich etwa 1000 bis 4000 DDR-Bürger. In der Nacht vom 12. zum 13. August 1961 begannen DDR-Sicherheitsorgane damit, Zäune und Mauern entlang der Berliner Sektorengrenze zu errichten.In letzter Minute nutzten Unerschrockene und sogar Grenzsoldaten die Gelegenheit zur Flucht in den Westen. Der Bau der Mauer war auch Teil einer langfristigen Strategie der DDR und der Sowjetunion: West-Berlin sollte zu einer „selbständigen politischen Einheit“ werden. Als die Mauer 1961 vor ihren Augen wuchs, waren die Berliner enttäuscht, dass der Westen nicht reagierte. US-Präsident John F. Kennedy garantierte nur die Freiheit West-Berlins. Immerhin tröstete ein Besuch des amerikanischen Vizepräsidenten Johnson und eine Militärparade in der West-Berliner Innenstadt über die Isolierung hinweg. In den folgenden Monaten und Jahren wurden die Sperranlagen zu einer fast unüberwindlichen Grenze ausgebaut. Es galt der Schießbefehl.Schon in den ersten Monaten nach dem Mauerbau wurden 32 Menschen bei Fluchtversuchen erschossen. Ein Fluchtversuch empörte die Menschen damals besonders: Am 17. August 1962 versuchte der 18-jährige Maurergeselle Peter Fechter in der Nähe des Checkpoint Charlie die Mauer von Ost nach West zu überklettern. Sofort einsetzendes Dauerfeuer von drei DDR-Schützen traf Fechter. Er fiel schwerverletzt zu Boden.Eine Menschenmenge forderte lautstark die Rettung Fechters, doch weder die DDR-Grenzer noch die anwesenden US-Soldaten wurden aktiv. Nach einer Stunde starb Fechter und wurde von DDR-Polizisten weggetragen.Nach Schätzungen kamen bis 1989 etwa 1200 Menschen bei der Flucht über die innerdeutsche Grenze ums Leben, davon mindestens 136 an der Berliner Mauer.Für DDR-Bürger, die versuchten die Grenze zu überwinden, galt der Straftatbestand der „versuchten Republikflucht“. Bis 1989 wurden rund 75.000 Menschen deswegen zu langjährigen Strafen verurteilt.Winston Churchill hatte einst vom „Eisernen Vorhang“ gesprochen, der Ost und West trenne. Mit der Mauer war dieser „Eiserne Vorhang“ ganz konkret sichtbar geworden.

Länge: 00:03:44 | O-Ton: ja | Farbe: ja | Jahr: 1961-1989 | Clip-ID: 1961Mauerbau_HV

 

 

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