Jahrestag

8. August 1945 – Das Londoner Statut

 

Am 8. August 1945 wurden im sogenannten „Londoner Statut“ die Grundlagen für die „Nürnberger Prozesse“ gelegt. Schon auf der Konferenz von Jalta im Februar 1945 war nach Vorverhandlungen von den Alliierten beschlossen worden, den Kriegsverbrechern aus Deutschland und den verbündeten Staaten den Prozess zu machen. Die Sowjetunion dachte an Schauprozesse. Die USA setzten aber ein rechtsstaatliches Verfahren durch, das jedem Angeklagten individuelle Schuld nachweisen musste und das Völkerrecht weiterentwickelte. Im „Londoner Statut“ einigten sich die USA, die Sowjetunion, Großbritannien und Frankreich auf vier Anklagepunkte: Verbrechen gegen den Frieden, Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Verschwörung oder gemeinsamer Plan zum Führen eines Angriffskrieges. In Nürnberg begann ab dem 18.Oktober 1945 mit dem „Hauptkriegsverbrecherprozess“ eine ganze Reihe der sogenannten „Nürnberger Prozesse“. Das Londoner Statut hat damit neues Völkerrecht geschrieben und ist bis heute Grundlage für Kriegsverbrecherprozesse etwa gegen Angeklagte aus dem ehemaligen Jugoslawien.

Länge: 00:01:22 | O-Ton: nein | Farbe: s/w | Jahr: 1945 | Clip-ID: JHT000332D

 

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