Jahrestag

9. April 2003 – Sturz des irakischen Präsidenten Saddam Hussein

 

9. April 2003, Irak-Krieg: Am Morgen erreichen die ersten Panzer der Koalitionstruppen unter Führung der USA die Vororte Bagdads. Die irakische Hauptstadt war zuvor massiv bombardiert worden. Wenig später stürzt Iraks Diktator Saddam Hussein. Er hatte das Land als Anführer der extrem gewaltbereiten Baath-Partei 24 Jahre lang tyrannisiert. Zu Beginn seiner Gewaltherrschaft stürzte er sein Volk in einen blutigen Krieg gegen die islamische Revolution im Iran. Von westlichen Mächten wurde er unterstützt und mit Waffen beliefert. 1983 schreckte Hussein trotz internationaler Proteste auch vor dem Einsatz chemischer Waffen im Krieg gegen den Iran nicht zurück. Auch im eigenen Land regierte er mit eiserner Faust, setzte Giftgas gegen die kurdische Minderheit ein, unterdrückte jede Opposition blutig und ließ sich zugleich als gütiger Landesvater feiern. Nach seinem Sturz am 9. April 2003 tauchte der Ex-Diktator unter. Im Dezember 2003 wurde er in einem Erdloch nahe Tikrit entdeckt. Er hatte sich mit wirren Haaren und einem langen Bart unkenntlich zu machen versucht. Im Oktober 2005 begann der erste Prozess gegen Saddam Hussein. Am 5. November 2006 wurde er von einem Sondertribunal zum Tode verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Saddam Hussein für ein Massaker an 148 Schiiten im Juli 1982 persönlich verantwortlich war. Am 30. Dezember 2006 wurde der irakische Ex-Diktator wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit durch den Strang hingerichtet. US-Präsident Bush begrüßte die Hinrichtung. Kanzlerin Angela Merkel kritisierte dagegen die Todesstrafe.

Länge: 00:01:54 | O-Ton: nein | Farbe: ja | Jahr: 2003 | Clip-ID: JHT000394D

 

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