Jahrestag

27. Dezember 1934 – Persien wird in Iran umbenannt

 

Am 27. Dezember 1934 verfügt der herrschende Schah Reza Pahlavi die Umbenennung der Staatsbezeichnung von „Persien“ in „Iran“. Der Begriff „Persien“ ist der ältere. Er geht auf das 2. Jahrhundert vor Christus zurück als indoiranische Stämme ihr zentrales Siedlungsgebiet eroberten, das nach seinen Ureinwohner Pars genannt wurde. Nach der Eroberung durch die muslimischen Araber wurde aus „Pars“ in der neupersischen Sprache „Faarsi“ Der Name „Iyra“ umschreibt in den Inschriften des Dariush um 500 v. Christus den Begriff „Nation“. Hieraus leitet sich in der persischen Sprache später das Wort „Eran-Schahr“ (Reich der Arya) ab. 1934 gehört die Umbenennung der Staatsbezeichnung zu Schah Reza Pahlavis großangelegter politischer Strategie, das Land an den westlichen Kulturkreis anzubinden. Ohne Rücksicht auf die mehrheitlich muslimische Bevölkerung drängt der Schah den Islam aus allen Lebensbereichen des Iran zurück. Sein großes politisches Vorbild ist der Gründer der Türkei Mustafa Kemal Atatürk.

Länge: 00:01:14 | O-Ton: nein | Farbe: s/w | Jahr: 1934 | Clip-ID: JHT000359D

 

 

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