Jahrestag

6. März 1984 – Todestag Martin Niemöller

 

Am 6. März 1984 stirbt Martin Niemöller. Der Theologe ist bis zu seinem Tode in der Friedensbewegung aktiv. Als Mitinitiator des „Krefelder Appells“ wendet er sich gegen eine Stationierung von US-Raketen in Mitteleuropa. Schon in den 50er Jahren kämpft der einstige U-Boot-Kommandant und Freikorps-Offizier gegen die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik. Sein Ausspruch, heute sei die Ausbildung zum Soldaten „die hohe Schule der Berufsverbrecher“ bringt ihm 1959 eine Anzeige des damaligen Verteidigungsministers Franz Josef Strauß ein. 1945 gehört Niemöller zu jenen Pfarrern, die in Stuttgart ein Bekenntnis zur Mitschuld der evangelischen Kirche am Nationalsozialismus ablegen – und das, obwohl der Theologie während des III. Reichs selbst maßgeblich gegen die Nazis und die mit ihnen verbündeten „Deutschen Christen“ gekämpft hatte. Seit 1933 leistet er erst mit dem „Pfarrernotbund“ dann mit der „Bekennenden Kirche“ Widerstand gegen das Nazi-Regime. 1937 wird Niemöller verhaftet und erst bei Kriegsende 1945 aus dem Konzentrationslager Dachau von amerikanischen Truppen befreit.

Länge: 00:01:23 | O-Ton: nein | Farbe: s/w | Jahr: 1984 | Clip-ID: JHT000272D

 

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1. April 1933 // Judenboykott in Deutschland
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