Jahrestag

22. März 1920 – Reichswehrminister Noske tritt zurück

 

Am 22. März 1920 tritt Gustav Noske zurück. Der sozialdemokratische Politiker war der erste Reichswehrminister der Weimarer Republik. Schon vor dem Ersten Weltkrieg macht Noske als sozialdemokratischer "Querdenker" von sich reden. Er tritt für eine aktive Kolonialpolitik ein und gilt als Experte für Militär- und Marinefragen. So wird er 1918 auch von der Berliner Regierung als Vermittler nach Kiel geschickt, um den Matrosenaufstand beizulegen. Im Januar 1919 schlägt er mithilfe von Freikorps den Spartakus-Aufstand blutig nieder, um die Republik zu retten. Ende Februar 1920 löst Reichswehrminister Noske die Marinebrigaden Ehrhardt und Loewenfeld auf. Doch Freikorps und rechtsgerichtete Reichswehrsoldaten um General Walther von Lüttwitz besetzten das Regierungsviertel und ernennen den deutschnationalen Regierungsbeamten Wolfgang Kapp zum Reichskanzler. Daraufhin rufen die Gewerkschaften den Generalstreik aus. Der Militärputsch bricht nach wenigen Tagen zusammen. Am 17. März 1920 tritt Kapp zurück und flieht nach Schweden. Auch Noske erklärt wenig später seinen Rücktritt. Er erfüllt damit eine der Bedingungen der Gewerkschaften, um den Generalstreik zu beenden.

Länge: 00:01:32 | O-Ton: nein | Farbe: s/w | Jahr: 1920 | Clip-ID: JHT000131D

 

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